Seit vielen Jahren habe ich eine Sehnsucht, drei Monate in Paris zu leben und dort zu schreiben. Die Stadt zu erkunden. Zu erschreiben. Vor einem Monat habe ich mir die Karten gelegt und festgestellt, dass ich das nicht machen werde. Die Idee war einfach zu groß.
Eigentlich hätte mein Besuch des Helsinki Noir Festivals Ende Februar ein Abenteuer ins Ungewisse werden können. Ich hatte mir die Karte für das Helsinki Noir Festival schon im letzten Jahr gekauft, weil ich Helsinki und Krimis mag. Erst als die Karte per Mail ankam, fiel mir auf: Das Festival ist vermutlich auf Finnisch. Und mein Finnisch reicht knapp für Bestellungen im Café, nicht für Literaturpanels.
Diese Woche habe ich meine Thriller-Recherche abgeschlossen, meinen Schreibtisch gezeigt und wieder von Taval erzählt:
Diese Woche war bunt: Ein blinkendes Riesenrad, eine rote Mütze für Helsinki, Notizbuch-Percussion als Prokrastinations-Instrument, Süßigkeiten-Übelkeit am Schreibnachmittag und Polizisten, die mich auf dem Kieler Bahnhof beäugen. Dazwischen: Heather wächst. Ich lese Thriller und die Steuern für 2024 sind fast fertig.
Heute bin ich sehr langsam durch meinen Tag gegangen. In 12 Fotos nehme ich dich mit durch meinen 12. Februar: Vom Journal ins Café wieder nach Hause zum Lesen aufs Sofa. Nach dem Mittagessen schaue ich lange aus dem Fenster (während die Waschmaschine kläglich piept), trommel auf leere Journalseiten, nasche zwischendurch beim Lesen, bekomme ein Paket, übe Klavier und gehe dann endlich an den Schreibtisch.




