Am letzten Samstag bin ich zum ersten Mal nach über zwei Jahren wieder mit der Bahn gefahren. Weil ich am Tag vorher mit Claudia darüber gesprochen hatte, dass 10-Minuten schreiben immer geht, habe ich mein Notizbuch eingepackt und bin extra etwas früher los gegangen, um im Bahnhof zu sitzen und zu schreiben.
In den letzten fünf Tagen habe ich mich jeden Morgen um 7.45 Uhr mit Claudia zum 10-Minuten-Schreiben auf Zoom getroffen. Wir haben uns kurz einen guten Morgen gewünscht, den Timer auf 10 Minuten gestellt und los geschrieben. Das hat wunderbar geklappt. An manchen Tagen habe ich mehr als die morgendlichen zehn Minuten geschrieben, an manchen Tagen blieb es bei den zehn Minuten.
Angefüllt vom frühmorgendlichen Zehn-Minuten-Schreiben mit Claudia, habe ich mich zufrieden auf den Balkon gesetzt und meine Morgenseiten geschrieben. Beim Schreiben habe ich mich nicht nur einfach des Lebens gefreut, sondern mir erzählt, dass mein Blog heute mein Tagesthema ist. Also habe ich mich intensiv mit meinem Blog beschäftigt.
Mein Schreibtisch ist seit einer Woche aufgeräumt. Auf dem Schreibtisch stehen immer schöne bunte Schreibtischblumen. Ich habe tolle Schreibprojekte vor. Ich mag meinen Blog. Ich habe Ideen. Ich bin gesund. Aber ich schreibe nicht.
Der August ist schon mehr als halb rum und ich blogge meinen Rückblick für den Juli. Ich habe geschrieben. Aber nicht genug. Ich habe gebloggt, aber nicht genug. Ich bin gegangen, aber nicht genug. Ich habe Yin-Yoga für mich entdeckt, meine zweite Impfung bekommen und sechseinhalb Bücher gelesen.




