Susanne Pohl
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365 Tage Autorinnenleben – Woche 1: Tulpen, Schreiben, Lesen, Kaffee & Care-Arbeit

365 Tage Autorinnenleben – Woche 1: Tulpen, Schreiben, Lesen, Kaffee & Care-Arbeit

7. Februar 2026|By:Susanne Pohl

In meinem Rückblick zu 100 Tage mit Taval habe ich geschrieben, dass ich gleich anschließend in eine 365-Tage-Challenge auf Instagram starte. Das habe ich gemacht und die Beiträge sind so vielfältig und schön geworden, dass ich sie hier als Wochenbeiträge festhalten will. Hier ist Woche  1:

Mittwoch 28. Januar 2026 – Tulpen & Neuanfang

Am Vormittag habe ich mir auf dem Wochenmarkt die ersten Schreibtischtulpen in diesem Jahr gekauft. Zuerst konnte ich mich bei den vielen schönen Farben – gelb, orange, rot, rosa, pink, lila – nicht entscheiden. Während ich überlegt und all die schönen Tulpen angehimmelt habe, hat ein anderer Kunde aus Spaß gefragt, ob es auch blaue Tulpen gäbe.

Zu unserer Überraschung hat der Händler erzählt, dass er tatsächlich mal blaue Tulpen hatte. Das waren Weiße, die mit Tinte im Wasser blau gefärbt worden waren. Daraufhin herrschte ein Moment Stille. Dann sagte der Händler: „Aber die sahen Scheiße aus.“ Wir haben gelacht und ich habe mich für zwei Bund pinke Tulpen entschieden.

Die stehen jetzt neben mir auf dem Schreibtisch, während ich diesen Text schreibe. Die Tulpen auf meinem Schreibtisch erfreuen mein Herz und sie erzählen vom Frühling. Ich muss immer lächeln, wenn ich von der Tastatur aufschaue und die Tulpen ansehe.

Am Tag vorher ist meine #100TageMitTaval Challenge zu Ende gegangen. Eigentlich wollte ich eine Insta-Pause machen, aber bei dem Gedanken habe ich ein leichtes Bedauern gefühlt. Als ich dann bei @birtestark gesehen habe, dass @meine Svenja eine 365 Tage Challenge macht, wusste ich: Da bin ich dabei. Ich poste 365 Tage täglich aus meinem Autorinnenleben. Natürlich auch weiterhin über Taval, aber nicht mehr ausschließlich.

Donnerstag 29. Januar 2026 – Kaffee & Taval

Bei einem Kaffee lässt es sich gut schnacken, finde ich. Also trinke ich mit dir einen Cappuccino. Zur Zeit sind in meinem Lieblingscafé äthiopische Bohnen in der Mühle. Das freut mich sehr, denn die mag ich am Liebsten.

Deswegen trinkt übrigens auch Taval (der Privatermittler aus meinem Krimi „Taval und die nackte Katze“) am liebsten Kaffee aus äthiopischen Bohnen. Allerdings immer ohne Milch. Da ist er anders als ich.Ich brauche manchmal Kaffee mit Milch. Zum Beispiel an so kalten Tagen wie heute (eisigkalt war es heute in Kiel). Ich finde ein Cappuccino ist ein wärmendes, kuscheliges Getränk.
Überhaupt habe ich den Cappuccino heute sehr genossen, denn ich konnte eine Woche keinen Kaffee trinken.

Am Mittwoch hatte ich meinen ersten Cappuccino. Der hat geschmeckt, aber ich habe misstrauisch in meinen Magen hineingehorcht, ob der den Kaffee auch gut findet. Fand er. Heute konnte ich ihn dann wirklich genießen. Ich habe im Café auf meinem Lieblingsplatz gesessen, vor mich hin geträumt und den Kaffee ganz bewusst getrunken. So ganz im Moment versunken.

Nach einer Runde um den kalten Kieler Schrevenpark bin ich dann wieder an meinen Schreibtisch gegangen. Mit Wärmflasche. Woran ich dort gerade arbeite, erzähle ich an einem anderen Tag.

Freitag 30. Januar 2026 – Training & Schreiben

„You have to work it, baby!“ Ich liebe diesen Satz. Kennengelernt habe ich ihn in dem besonderen Hamburger Fitness-Studio, in dem ich 4,5 Monate trainiert habe. Ich finde, er passt genauso gut aufs Schreiben: „You have to write it, baby!“ Wort für Wort und Satz für Satz. Genau wie beim Training: Satz für Satz.

Heute war ich zum letzten Mal in diesem wunderbaren Fitnessstudio mit dem hellen Holzfußboden und den großen Fenstern. Das ist schön, aber nicht das wirklich Besondere an dem Studio. Das ist die intensive Betreuung beim Training. Die Trainer*innen geben intensive Anleitung und wissen immer über die Trainingsinhalte und Herausforderungen der Trainierenden Bescheid.

Ich habe u.a. Squat, Kreuzheben, Bankdrücken und Press mit der Langhantel gelernt. Ich fühle mich jetzt so sicher mit den Übungen, dass ich sie schon selbstständig in einem Kieler Studio trainiere. Aus dem Hamburger Studio nehme ich eine wunderbare Trainingserfahrung mit. Außerdem habe ich keine Hüft- und Ischiasschmerzen mehr und der Nacken schmerzt nach langen Schreibtischsessions auch nicht mehr. Das finde ich mehr als großartig. Herzlichen Dank an Arlow, Lara, Leo, Lilly, Maike und Morten. Ihr seid wunderbar.

Sonnabend 31. Januar 2026 – Buchladen & Tochter sein

Welche Geschichte erzähle ich? Die von der Autorin im Buchladen? Oder die, dass ich überraschend schon wieder Bahn fahre? Also die Geschichte der Tochter, die Freitag Abend auf dem Anrufbeantworter erfuhr, dass ihre Mutter als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert und operiert wurde – aber es nix Schlimmes sei – und die Sonnabend ihre Mutter besucht hat.

Im Buchladen habe ich den großen Stapel bestellte Bücher abgeholt. Alles Psychothriller, weil ich mich mit dem Genre näher beschäftigen will. Denn so sehr ich versucht hatte, die Geschichte von Heather als Krimi zu erzählen, so sehr wollte sie ein Psychothriller werden. Erst als ich nachgegeben habe, konnte ich das Manuskript fertig schreiben. Fürs Überarbeiten brauche ich aber noch ein bisschen mehr Genre-Kenntnis.

Im Buchladen hatte ich einen kurzen, aber feinen Plausch mit Harald, meinem Kieler Lieblingsbuchhändler. Wir haben über das Kieler Krimi Festival gesprochen und dann hat er mich nach meinen 777 Krimis gefragt. Also den 777 Exemplaren von „Taval und die nackte Katze„, die in meinem Arbeitszimmer stehen. Er hat mir tolle Ideen gegeben, wie ich die doch noch an Leser*innen bringen kann. Diese Ideen werde ich weiter denken.

Dann habe ich mir beim Cappuccino ein Buch für die Bahnfahrt aus dem großen Stapel ausgesucht. Darin habe ich dann auch tatsächlich gelesen. Auf der Rückfahrt habe diesen Text geschrieben. Meiner Mutti geht es den Umständen entsprechend gut und sie ist im Krankenhaus sehr gut aufgehoben. Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen.

Jetzt habe ich also die Geschichte der Autorin erzählt, die natürlich auch eine Tochter ist.

Sonntag 01. Februar 2026 – Taval als Kaffee-Nerd

Taval ist ein Kaffee-Nerd. Das war er von Anfang an. Als ich die Szene in Silvia Allensteins Küche schrieb, war klar, dass er den Kaffeevollautomaten links liegen lassen würde und sein eigenes Kaffee-Equipment auf dem Küchentresen aufgebaut hatte. Dann hat er sich Filterkaffee gemacht. Nicht irgendwie, sondern mit Präzision. Die richtige Temperatur, die richtige Menge, die richtige Zeit. Ich habe nicht entschieden, dass er so ist. Er war einfach so.

Taval trinkt äthiopische Bohnen am liebsten. Filterkaffee oder Americano. Aber niemals Kaffee mit Milch. Das wäre für ihn undenkbar. Ich glaube, seine Kaffee-Nerdigkeit hat mit Kontrolle zu tun. Als Ex-MEK-Cop, der rausgeflogen ist, hat er nicht mehr viel unter Kontrolle. Aber seinen Kaffee – den schon. Glaubt er wenigstens, allerdings kommt die Katze dazwischen.

Und manchmal, wenn ich im Café sitze und meinen Cappuccino trinke, denke ich: „Taval würde den Kopf schütteln.“ Aber das ist okay. Wir sind verschieden.

Montag 02. Februar 2026 – Hotel & Thriller-Gedanken

Kurz vorm schlafen liege ich mit einem neuen Notizbuch in einem Hotelbett.

Heute wieder Bahnfahren und lesen.
Krankenhausbesuch.

Durch dunkle menschenleere Straßen mit dem Rollkoffer zum Hotel rattern.

Überraschend, gute Gesellschaft zum Abendessen finden.

Kurze was wäre wenn Gedanken: Also was wäre, wenn wir in einem Thriller wären, wer hätte dann welche bösen Absichten. Oder hätten wir sie beide?

Der Kaiserschmarrn zum Nachtisch war lecker, aber ein bisschen zu viel.

Dienstag 03. Februar 2026 – Lesen & Care-Arbeit

Am Morgen im Café: Thriller lesen.

Am Abend in der Bahn: Thriller lesen.

Dazwischen: Care-Arbeit.

 

 

Fazit aus der Woche

Wenn ich auf diese Woche zurückschaue, sehe ich drei große Themen:

1. Kreativität & Alltag: Tulpen auf dem Schreibtisch, Taval und mein & sein Kaffee, Training als Parallele zum Schreiben („You have to work it, baby!“). Meine Kreativität braucht Struktur und Freude an kleinen Dingen.

2. Recherche & Genre: Psychothriller-Stapel aus dem Buchladen, Thriller lesen in der Bahn. Heather will ein Psychothriller werden, kein Krimi. Ich lese und bekomme ein besseres Gefühl für das Genre, damit ich die Geschichte in die Richtung überarbeiten kann.

3. Care-Arbeit & Familie: Krankenhaus-Besuche, Tochter sein, zwischen Schreiben und Verantwortung pendeln. Autorinnenleben heißt auch: Leben passiert. Und ich bin nicht nur Autorin, sondern auch Mensch.

Diese Woche zeigt, was kriminell fokussiert im Alltag bedeutet: Nicht perfekt durchgeplante Schreibtage, sondern Leben und Buchziele zusammenbringen.

7. Februar 2026 Susanne Pohl
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