Eigentlich hätte mein Besuch des Helsinki Noir Festivals Ende Februar ein Abenteuer ins Ungewisse werden können. Ich hatte mir die Karte für das Helsinki Noir Festival schon im letzten Jahr gekauft, weil ich Helsinki und Krimis mag. Erst als die Karte per Mail ankam, fiel mir auf: Das Festival ist vermutlich auf Finnisch. Und mein Finnisch reicht knapp für Bestellungen im Café, nicht für Literaturpanels.
Diese Woche habe ich meine Thriller-Recherche abgeschlossen, meinen Schreibtisch gezeigt und wieder von Taval erzählt:
Diese Woche war bunt: Ein blinkendes Riesenrad, eine rote Mütze für Helsinki, Notizbuch-Percussion als Prokrastinations-Instrument, Süßigkeiten-Übelkeit am Schreibnachmittag und Polizisten, die mich auf dem Kieler Bahnhof beäugen. Dazwischen: Heather wächst. Ich lese Thriller und die Steuern für 2024 sind fast fertig.
Heute bin ich sehr langsam durch meinen Tag gegangen. In 12 Fotos nehme ich dich mit durch meinen 12. Februar: Vom Journal ins Café wieder nach Hause zum Lesen aufs Sofa. Nach dem Mittagessen schaue ich lange aus dem Fenster (während die Waschmaschine kläglich piept), trommel auf leere Journalseiten, nasche zwischendurch beim Lesen, bekomme ein Paket, übe Klavier und gehe dann endlich an den Schreibtisch.
Nach meiner ersten Woche voller Tulpen, Kaffee und Care-Arbeit kommt nun Woche 2 von 365 Tagen Autor*innenleben. Diese Woche war schwerer. Die Weltlage hat mich erschöpft und die Epstein-Files haben mich wütend gemacht. Aber es gab auch: Schreiben als Anker, Erinnerungen an Dublin, welkende Tulpen und Sonne auf dem Bürgersteig. Hier ist Woche 2:



